SCH-Bike-Tour 15.-18. Juni 2006 im Elsass


 

TeilnehmerInnen (in alphabetischer Reihenfolge)

Brand Eduard, Organisator
Brand Maximilian, Berichterstatter
Hollenstein Franz, Präsi
Kliebens Jeannette
Meile Erwin
Widmer Hanni
Wohlgensinger Peter

 

Die Eindrücke

Die Eindrücke Natürlich klingt es ziemlich abgedroschen, ist aber immer wieder wahr: wenn Edi die obligate SCH-Bike-Tour organisiert, dann tut er dies generalstabsmässig. Er investiert dabei viel Herzblut, Zeit, Energie und auch etwas Klein¬geld. Denn er fährt Wochen vorher alle erdenklichen Routen vor Ort in einem unerbittlichen Auswahlverfahren persönlich ab. Erst dann trifft er den endgültigen Entscheid, welche Routen schliesslich auf das Tourprogramm kommen. Das genaue Routing, die Höhenmeter, Distanzen, Steigungsgrade, Gefahrenstellen usw., aber auch die Sehenswürdigkeiten, Aussichtpunkte und designierten Raststätten überträgt er dann feinsäuberlich auf die örtliche Landkarte von kleinem Massstab. Jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer erhält hernach von ihm eine solchermassen vorbereitete Landkarte Tage vor Tourbeginn persönlich zugesandt oder dann spätestens vor Ort ausgehändigt. Weil nebst dieser hervorragenden Tourdokumentation eigentlich immer im Verband - oder mindestens in kleinen Gruppen - gefahren wird, besteht letztlich nur noch ein klitzekleines Restrisiko, dass sich jemand in der Gegend verirrt und dann nach Tagen quasi als GeisterfahrerIn irgendwo jä aufgegriffen wird. Natürlich ist auch bezüglich Hin- und Rückreise, Verpflegung und Unterkunft, Rahmenprogramme usw. jeweilen alles bestens organisiert. Abschliessend: Für den Biking-Vollgenuss brauchen die TeilnehmerInnen eigentlich nur noch am Ort des Geschehens zu erscheinen, in den Sattel zu steigen und los zu fahren. So ist es auch dieses Jahr in vorzüglicher Weise wieder abgelaufen, das sei bereits vorweggenommen.

 

   

Die SCH-Bike-Tour 2006 führte also ins Elsass, eine Gegend im grenznahen Frankreich, die dem Durchschnittsdeutschschweizer eher wenig bekannt ist. Genau genommen nach Kaysersberg, eine gute halbe Autostunde nordwestlich von Basel, Nähe Colmar gelegen. Von Kaysersberg stammt übrigens der berühmte Urwalddoktor und ref. Pfarrer, Albert Schweitzer (1875-1965). Der Ort befindet sich, wie viele andere auch, am Fuss der Vogesen und ist eingebettet in steile Rebenhänge, die dann alle in grosse Ebene am Oberen Rhein hinauslaufen. Dort draussen schliessen sich ausgedehnte Gemüse- und Obstkulturen an. Typisch für diese Gegend ist auch der Riegelbaustil der Häuser, sodass die Dörfer ähnlich aussehen wie das Schweizer Städtchen Stein am Rhein. Auffallend sind ferner die nicht wenigen Kriegsgedenkstätten vom WK-I und WK-II wie Soldatenfriedhöfe, Soldatendenkmäler, Kriegsmuseen etc. Den Gefallenen wird damit ein ehrendes Andenken bewahrt.

Die täglichen Bike-Touren von Edi waren topographisch und fahrtechnisch nicht all zu schwer angelegt, dafür aber abwechslungsreich und interessant. Auf unvermeidbare Asphaltpartien folgten z.T. Kräfte raubende, ruppige Traversen über bzw. durch die Rebberge, vorbei an prächtigen Winzerdörfern, alten Kirchen, Klöstern und Burgen. Natürlich wurde auch angemessen Halt gemacht und eingekehrt zwecks Verköstigung. Schliesslich gab es nachhaltig Durst, denn man stand bereits in der diesjährigen Hitzeperiode mit Temperaturen bis 35°. Trotzdem erlebten wir die SCH-Bike-Tour niemals als Tortur oder dergleichen. Im Gegenteil. Es stand der sportliche Fahrgenuss im Vordergrund, ebenso die Pflege der Geselligkeit und Kameradschaft. Diese mitunter ziemlich edlen Ansprüche sind alle hundertprozentig erfüllt worden. Dazu beigetragen haben Alle. Edi gebührt unser grosser Dank und die entsprechende Anerkennung. Irgendwann werden wir Biker ihm die grosse Verdienstmedaille umhängen. Bereits hat er zugesagt, die Reihe seiner erfolgreichen SCH-Bike-Touren fortsetzen zu wollen. Dem Vernehmen nach soll es nächstes Jahr nach Bayern gehen, genauer gesagt ins Allgäu. Eine herrliche Gegend mit ausgeprägter Gastfreundschaft. Und das Bier soll dort besonders gut schmecken. Wir freuen uns jedenfalls jetzt schon darauf.

Maximilian Brand

   

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